Biophoton
Aus expliki
Biophoton ist ein 1975 vom Wissenschaftler Fritz-Albert Popp geprägter Begriff, welcher Photonen bezeichnet, die spontan aus den Zellen von lebenden Wesen ausgestrahlt werden. Biophotonen werden heute am ehesten in die Biophotonik eingeordnet, sind jedoch höchst umstritten und gelten als nicht etabliert.
In den 30er Jahren vom russischen Wissenschaftler Alexander Gurwitsch vorausgesagt, will Fritz-Albert Popp mit seinem Doktoranden 1975 solche ultra schwachen Photonenemissionen gemessen haben. Die Lichtwellenlänge soll dabei breitbandig 380nm bis 800nm betragen haben und die Strahlung soll auch noch kohärent sein. Die empfangene Lichtleistung soll nur wenige 10-17Watt betragen haben, was bei einer mittleren Wellenlänge von 555nm ca. 28 Photonen pro Sekunde entspräche.[1] Der Abstand von der Probe und die Empfangsfläche sind nicht bekannt. Weiters wird die Beleuchtungsstärke durch eine Kerze in 20km Entfernung als Vergleich bemüht. Für eine mittlere Wellenlänge von ca. 555nm lässt sich diese dann schätzen: 1cd * 1sr / (20000m)2 / 680lx/W/m2 = 3,7-12W/m2 = 3,7-16W/cm2 was etwa 1000 Photonen auf einem cm2 entspräche. Die Leuchtdichte wird mit 1000W/m2 * 10-18 = 10-15W/m2 = 10-19W/cm2 angedeutet, was gerade mal 0,3 Photonen pro Sekunde aus einer Oberfläche von 1 cm² entspräche und nicht ganz recht zu den oben genannten Werten passt.[2] Laut Theorie von Alexander Gurwitsch handelt es sich um interzelluläre Kommunikation und die Intensität der Strahlung könne, im Falle von Gewebe als Probe, Aufschluß darüber geben, ob es gesund, krank oder tot sei.
Von den Fachkollegen wurde Fritz-Albert Popp heftig kritisiert, da angeblich eine selbsttätige Abstrahlung bei 380nm (Ultraviolet) und eine Kohärenz nicht möglich sei.
[Bearbeiten] Abgrenzung
- Die Biophotonenstrahlung ist nicht zu verwechseln mit der Fluoreszenz von Molekülen, nach Anregung mit Licht (z.B. mit UV), deren Auswertung Fritz-Albert Popp ebenfalls propagiert, um bspw. die Frische von Lebensmitteln zu überprüfen. Solche Untersuchungsverfahren sind seit langem in der Forschung in Verwendung (fluorescence lifetime measurement, biolumineszenz analysis) und arbeiten typischerweise im nahen Infrarot.
- Weiters sind die Biophotonen auch nicht mit der Temperaturstrahlung von Körpern zu verwechseln (Schwarzkörperstrahlung), welche zum Beispiel in Wärmebildgeräten ausgenutzt wird.

