Induktionsmotor
Aus expliki
Der Induktionsmotor ist ein Wechselstrommotor. In ihm wird das Induktionsgesetz nach der Lenzschen Regel ausgenutzt, dadurch gekennzeichnet, daß in einem metallischen Leiter oder Leiterschleife bei der Änderung des magnetischen Flusses Wirbelströme induziert werden, die wiederum ein Magnetfeld erzeugen, welche der ursächlichen Feldänderung entgegenwirken. Eine reine Ortsveränderung eines festen Feldes hinterlässt also einen Wirbelstrom, der das Feld festzuhalten versucht. Ist dieser Leiter beweglich so folgt er dem bewegten Feld also, weil die Elektronenströme sich nicht beliebig schnell durch den Leiter bewegen können (bei strarken Strömen immer noch nur ca. 1 cm/s).
Die bewegten Felder können mechanisch, z.B. durch bewegte Dauermagnete erzeut, oder durch Zusammensetzen in Mehrphasenspannungsnetzen (Drehfeld) simuliert werden. Durch die Trägheit der Wirbelströme läuft ein Induktionsmotor meist auch weiter, wenn nur noch eine Spannungsphase vorhanden ist, ein dabei Selbstanlauf ist jedoch nicht möglich, weil die Verhältnisse für das Wechselfeld und die Wirbelströme symmetrisch liegen.
Beispiele für Induktionsmotoren:
- Dreiphasen-Asynchronmotor (Käfigläufer)
- Einphasenmotor mit eingebauter Hilfsphase und externem Kondensator
- Einphasenmotor mit eingebauter Hilfsphase und externer Drosselspule
- Einphasenmotor mit eingebauter Hilfsphase und externem Widerstand
- Kondensatormotor (Steinmetzschaltung)
- Anwurfmotor (Weil ohne Hilfsphase für den Anlauf)
- Spaltmotor (Hilfsphase durch Kurzschlusswindungen und verzögerter Feldverdrängung)
- Ferrarismotor (Zylinderläufer z.B aus Aluminium)
- Induktionszähler/Stromzähler (Scheibenläufer z.B. aus Aluminium)
- Tachometer mit Dauermagnet als Drehfeldgeber und Glockenanker aus Aluminium.

