Magnetischer Monopol
Aus expliki
Unter einem magnetischen Monopol versteht man das Gegenstück zum elektrischen Monopol.
Das magnetische Feld eines magnetischen Monopols sollte sich wie beim elektrischen Monopol radial nach allen Seiten in den Raum erstrecken. Magnetische Monopole werden jedoch von der klassischen Physik nicht zugelassen. Die zuständigen Maxwellschen Gleichungen erlauben nur elektrische Monopole, aber keine magnetischen Monopole. Beobachtbar sind in unserer Umwelt nur magnetische Dipole, also z.B. Stabmagnete, Spulenfelder oder Elementarteilchen mit magnetischem Moment. Trotzdem spekulieren einige Physiker, anhand von theoretischen Modellen (Hypothesen), daß im Herbst 2008 mit dem neuen LHC solche magnetische Monopole entstehen könnten. Wie diese aber nachgewiesen werden sollen, ist nicht ganz klar. Vorlaeufig gelten sie als nicht observabel.
Magnetische Monopole spielen auch in der Freie Energie-Szene eine Rolle. So wird z.B. behauptet daß sich Magnetfelder in der Längsrichtung einseitig bewegen oder ausbreiten könnten (z.B. in einer Torusspule) und dadurch Energie aus dem Raum entnommen werden könne.
Die Maxwell-Gleichungen vesagen fuer Wellen mit nicht vernachlaessigbaren relativen Frequenzbandbreiten, wenn sie sich in einem Medium mit nicht vernachlaessigbaren Verlusten ausbreiten. Es treten im Verlauf der Rechnung Singularitaeten auf. Durch die Einfuehrung von beweglichen magnetischen Monopolen laesst sich das Problem aber beheben. In der vierdimensionalen Quantenfeldtheorie lassen sich bestimmte Schluessel-Singularitaeten durch die Einfuehrung dieser Monopole beseitigen.
Die um magnetische Monopole erweiterten Maxwellgleichungen haben eine SU(2) Eichsymmetrie.
[Bearbeiten] Literatur
- Henning F. Harmuth: Correction of Maxwell’s equations for signals I
- N. Seiberg & E. Witten: Electric - magnetic duality, monopole condensation and confinement in N=2 supersymmetric Yang-Mills theory

